Veronika Schäpers

… arbeitet im Alten Schlachthof

Alle Fotos: Veronika Schäpers

Eine Idee nimmt Gestalt an

Buch-Kreation aus unveröffentlichtem Text, Bild, Grafik und edlem Papier

Schon der gefaltete Bogen Papier hat eine ungewöhnliche Form, wirkt durchscheinend, wölbt sich in drei unterschiedlich großen Bögen, Druckfahnen daneben, auf dem Tisch noch das Konzeptpapier, Skizzen. Daneben die Andruckpresse, eine Papierschneidemaschine, eine große Buchpresse. Warmes Licht fällt durch die große Fensterfront in die kleine Werkstatt in der Großmarkthalle im Alten Schachthof.

Eher zufällig und aus der Not geboren hat Veronika Schäpers diesen Raum gefunden. Ihr altes Atelier musste sie wegen eines Wassereinbruchs verlassen. Der Raum wirkt aufgeräumt und reduziert auf das aktuelle Projekt. „Zuerst ist da eine Idee, und aus ihr entsteht ganz allmählich ein Konzept“, sagt Veronika Schäpers. Von dem ersten Impuls bis zum Schluss ist es ein großer Findungsprozess. Zur Idee und dem Thema kommt ein neues oder noch unveröffentlichtes oft ein extra für dieses Projekt verfasstes literarisches Werk eines Schriftstellers. Text und Grafik oder Bilder, manchmal auch Objekte, wachsen zu einer Form – zunächst noch abstrakt und konzeptionell. Dann beginnt die Suche nach dem richtigen Papier. Aus ihrer Zeit in Tokio und der Berührung mit der japanischen Kunst und dem dortigen Kunsthandwerk fällt die Wahl meist auf edle japanische Papiere, damit der Zusammenklang aus Literatur und Kunst sich in Form, Haptik und Erscheinung die richtige Qualität gewinnt.

Um für jedes Buch eine eigene Form zu finden, experimentiert Veronika Schäpers mit Folien, Papier und Metall, mit Farben, Grafik, Druck und Fotografie. Ihre Werkstatt, die Maschinen und Geräte eröffnen ihr immer neue Verfahren. Der besondere Reiz liegt für sie im interdisziplinären Zusammenspiel, dabei greift sie auch auf die Expertise von Kollegen zurück, um z.B. Siebdruck oder Heliogravüren u.a.m. nutzen zu können.

Die Frage nach den Kunden ihrer Werke beantwortet sie etwas zögerlich, da es nicht den typischen Kunden gibt. Am Ende des Schaffensprozesses stehen Kunstwerke in kleiner Auflage, die dann in Bibliotheken oder Museen zu finden sind oder von Menschen gekauft werden, die ihre Arbeit so hoch schätzen, dass sie jedes Werk annehmen.

Sie schätzt die Arbeit in ihrer kleinen Werkstatt sehr. Es mutet schon fast wie eine meditative Klosterzelle an, lichtdurchflutet und in einer inspirierenden Umgebung, dem Alten Schlachthof mit der Cafebar in unmittelbarer Nähe, dem Ambiente aus Alt und Neu, den Künstler:innen und Kolleg:innen – und dabei vor allem der Austausch und die gegenseitigen Anregungen.

Zur Internetseite von Veronika Schäpers [hier]

mehr über Veronika Schäpers in [Wikipedia]

Hier einige Links zu Präsentationen ihrer Werke:

 

Exemplarische Einblicke in ausgewählte Werke